Dokumentarfilm, 78 min., Deutschland


Ein warmes Willkommen nach einer langen Flucht sieht anders aus. Wer sich in Brandenburg als Asylsuchender zu erkennen gibt, kommt zunächst in die „Zentrale Erstaufnahmestelle“ in Eisenhüttenstadt. Es ist ein unwirklicher Ort in der absoluten Peripherie, isoliert und streng funktional. Eine Flüchtlingsfabrik, in der die Antragsteller innerhalb von drei Monaten bereits die entscheidenden Stationen des Asylverfahrens durchlaufen.

Auch Wasim aus Syrien, Mathew aus Kenia und Gedeon aus Kamerun sind in Eisenhüttenstadt gestrandet, jeder mit seiner eigenen traumatischen Geschichte im Gepäck. Doch die Männer müssen genau aufpassen, was sie in den Interviews mit den Behördenmitarbeitern preisgeben. Denn die so genannte „Dublin II-Verordnung“ – es ist immer jenes EU-Land für den Asylantrag zuständig, das der Flüchtling zuerst betreten hat – ist für die meisten Bewerber eine unpassierbare Hürde und ein Katapult zurück. Der Film begleitet Wasim, Mathew und Gedeon auf dem Weg durch den behördlichen Prozess, die Mühlen des Erfassens, Prüfens und Entscheidens. Eine Momentaufnahme über ein Leben in der Warteschleife, zwischen Hoffen und Bangen.

Der Film wurde produziert von der AV Medien Penrose, in Ko-Produktion mit dem SWR und der MFG Filmstiftung. Paul Zischler war an der Produktion als Ko-Produzent beteiligt.


Crew

  • Regie, Buch: Benjamin Kahlmeyer
  • Kamera: Stefan Neuberger
  • Schnitt: Sabine Herpich
  • Musik: John Gürtler, Jan Miserre
  • Ton: Jonathan Schorr
  • Produzenten: Felix Eisele, Julia Kleinhenz
  • Ko-Produzent: Paul Zischler
  • Produktion: AV Medien Penrose
  • Koproduktion, Redaktion: SWR – Junger Dokumentarfilm